Aktuelles

Minutenlanger Stehbeifall, Jubel und glänzende Augen / Januar 2010

CDU-Landes-Spitzenkandidatin Julia Klöckner stellt sich in Worms vor / Wormser Partei-Chef Kosubek: Noch nie solche Euphorie erlebt

Ganz nah dran: Julia Klöckner begrüßt die Wormser herzlich.

WORMS Minutenlanger Stehbeifall, Jubel und glänzende Augen - so hat das Wormser Publikum die Vorstellung von Julia Klöckner im proppevollen Narrhalla-Vereinsheim belohnt, wohin die Wormser CDU eingeladen hatte. Als die 37-jährige Spitzenkandidatin der Landes-CDU das Wort ergreift, ist das Publikum wie in einen Bann geschlagen: Locker, warmherzig, aber mit knallharten Zielen stellt sich Julia Klöckner vor; die Staatssekretärin im Bonner Verbraucherschutzministerium spricht frei, ohne sich auch nur eine Sekunde hinterm Rednerpult zu verstecken. Die Zuhörer sind gefesselt. Als sie ihren Schluss-Satz ins Publikum schleudert gibt es kein Halten mehr: „Nach 20 Jahren glauben wir erstmals selber dran, dass wir gewinnen können!“, nimmt Julia Klöckner selbstkritisch aber selbstbewusst und messerscharf die Landtagswahl im März 2011 in den Blick. Damit spricht sie offenbar vielen Wormsern aus dem Herzen. Lange dauert es, bis der Applaus abgeklungen ist. Der Wormser CDU-Vorsitzende, Hans-Joachim Kosubek, muss eine ganze Weile warten. Dann kommentiert er ergriffen: „Ich bin ja schon länger in Worms in der CDU - aber so etwas habe ich noch nicht erlebt: so eine Euphorie!“.

Julia Klöckner spricht offen, warmherzig und gerade heraus (siehe auch separater Bericht). Knapp eine Stunde lang stellt sie sich vor. Und noch einmal so lange braucht sie für ihren Weg durch die Menge zum Ausgang. Immer wieder wird sie von einer Menschentraube umlagert. Viele, sehr viele wollten auch persönlich einmal ein paar Worte mit ihr wechseln. Julia Klöckner, die studierte katholische Theologin, gelernte Journalistin und ehemalige Weinkönigin aus Bad-Kreuznach weicht nicht aus. Vom ersten Schritt an, den sie ins Vereinsheim setzt, zeigt sich aufgeschlossen und sucht den Kontakt zur Menge: sie ergreift  Hände, plaudert, fragt nach, wenn sie einen Namen nicht verstanden hat, begrüßt viele persönlich und schafft eine herzliche, entspannte Atmosphäre. Zwar kann sie nicht gleich „jeden Anwesenden im Vereinsheim (...) begrüßen, bevor sie sich an ihren Platz begibt“ wie die Wormser Zeitung am 1. Februar anerkennend berichtete – denn dazu waren einfach zu viele Interessierte vor Ort und die Veranstaltung hätte sonst wohl erst mit Stunden Verspätung beginnen können. Aber hinterher, nach dem offiziellen Teil, konnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, Julia Klöckner habe sich das Ziel gesetzt, so weit es eben möglich ist, mit jedem Einzelnen ein paar Worte zu wechseln. Man sieht sie viele Hände schütteln, erspäht hier eine lockere Umarmung, dort einen freundlichen Augengruß und immer wieder findet sie Gelegenheit auch für ein paar längere Sätze und ein Gespräch, oder nimmt sich Zeit für einen Scherz und für gemeinsames Lachen. Kurz vor dem Ausgang ergibt sich noch ein seltenes Bild: eine schmunzelnde Julia Klöckner hält für wenige Sekunden, inmitten strahlender Gesichter, eine Tüte Gummibärchen in die Höhe, die ihr offenbar jemand als Wegzehrung gereicht hat. Als Gesamteindruck wird vielen im Gedächtnis bleiben: Julia Klöckner, Worms und Rheinland-Pfalz – das passt zusammen.
weitere Bilder siehe Bildergalerie