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07.09.2010

Dr. Klaus Karlin mit 99 Prozent zum OB-Kandidaten gewählt

Mitglieder der Wormser CDU stehen fest hinter Dr. Klaus Karlin / Wunschkandidat für die Oberbürgermeisterwahl im März / Langer Stehapplaus

obkandidat

CDU-Landeschef Christian Baldauf, Kreisvorsitzender Hans-Joachim Kosubek, OB-Kandidat Klaus Karlin und Landtagsabgeordneter Adolf Kessel kurz nach der Kandidaten-Wahl.

WORMS Die Mitglieder der CDU-Worms wissen, was sie wollen: Geht es nach ihnen, dann heißt der  Oberbürgermeister ab dem 27. März ganz klar Dr. Klaus Karlin. Mit 99 Prozent - 96 Ja-Stimmen bei 97 Wahlberechtigten - haben sie Klaus Karlin zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl gekürt. FOTOS SIEHE BILDERGALERIE (weitere Fotos außerdem unter www.cdu-worms.de)

 

Dass die Christdemokraten Klaus Karlin, ihren derzeitigen Fraktionssprecher, mit voller Überzeugung und festem Siegeswillen gegen Amtsinhaber Kissel ins Rennen schicken, zeigten die Mitglieder ebenso deutlich: Schon bevor Karlin ein Wort an die Menge richten konnte, brauste minutenlanger Beifall auf. Und nach der Wahl reihten sich die Gratulanten in einer Schlange, in der Umarmungen, Glückwünsche und Freudestrahlen lange kein Ende nehmen wollte.

 

Zielsicher, aber nicht aggressiv, entschlossen, aber unverkrampft erlebten die Christdemokraten ihren Kandidaten – kein Wahlkampf-Terminator trat vor sie, sondern - um im Bild zu bleiben - ein Integrator: Keinen „Hau-Drauf-Wahlkampf“ kündigte Karlin an, sondern ein „Wettstreit um die besseren Konzepte“. Entsprechend lautete seine Philosophie über den  Führungsstil eines guten Oberbürgermeisters: „Nicht wie ein Zampano“ regieren, sondern ausgleichend wirken und „alle Bürger bei den Entscheidungen mitnehmen“. Trotzdem machte Karlin klar, dass er das Fähnchen nicht nach dem Wind hängt. Er zeigte Führungsverantwortung. Worms müsse fit gemacht werden für die Zukunft. Überprüft werden müsse beispielsweise, ob Worms mit der stattlichen Zahl von 25 städtischen GmbHs wirklich effizient arbeite.

 

Wichtige Schlagworte lauteten „die Verwaltung führen“ und „die Finanzen in Ordnung bringen“. Wirtschaftsförderung, Tourismus und sehr wohl auch die Kultur sah Karlin als wichtige Motoren an, um Worms voranzubringen. An den Nibelungenfestspiele möchte Karlin auf jeden Fall festhalten, sie jedoch auf eine wirtschaftlich gesunde Basis stellen. Für Pfeddersheim und die Diskussion um das dortige Schwimmbad wünschte er sich „kein Sparen an Einzelposten“, sondern die Einbindung in ein umfassendes Konzept. Beim Thema Eleonoren-Gymnasium sprach sich Karlin dafür aus, dass die Schule eine Sporthalle auf dem jetzigen Areal bekomme.

 

Dass er sich nicht schon früher für die Kandidatur ausgesprochen hat, habe zu keiner Zeit am Wollen gelegen  („wollen wollte ich schon immer“), sondern einfach daran, dass für die Zeit nach einem Wahlsieg auch die Nachfolge in seiner Anwaltskanzlei gesichert werden musste, erklärte Karlin. Zudem habe seine Familie genug Zeit haben sollen, um den Schritt in Ruhe zu überdenken. „Als im Juli alles geklärt war, stand meiner Kandidatur nichts mehr im Wege“.

 

Landeschef Christian Baldauf, der Karlin auch aus eigener, früherer Zeit als Rechtsanwalt kannte, gratulierte als erster. Er beschrieb Karlin als „Pfundskerl“, der ehrlich sagt, was er meint. Auch warf er einen Blick auf dessen „beispielhaftes Familienleben“ und nannte den sechsfachen Familienvater in Anspielung an Worms als Nibelungenstadt augenzwinkernd einen „demographischen Siegfried“.

 

Kreisvorsitzender Hans-Joachim Kosubek hatte gleich zu Anfang Karlins Kompetenz in den Mittelpunkt gestellt. Er legte dar, dass Karlin die ganze Bandbreite der Kommunalpolitik aus eigener Erfahrung kennt, von der Verwaltung bis in den Stadtrat. Karlin bringe als Jurist mit seiner zusätzlichen betriebswirtschaftlichen Ausbildung genau das richtige Hintergrundwissen mit, um einen „Konzern mit über 2000 Mitarbeitern“ - sprich: die Stadt - führen zu können. Als ehrenamtlicher Beigeordneter habe Karlin von 2006 bis 2009 zudem viel für die Integration von ausländischen Bürgern getan und handfeste Verbesserungen erreicht.