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02.03.2011

MdL Adolf Kessel unterstützt Initiative „Zukunft 50 Plus“ (BILDERGALERIE)

Ältere Arbeitssuchende übergeben an CDU-Landtagsabgeordneten symbolische Sammelbewerbung / Vorteile für Betriebe herausgestellt / Bund gibt Zuschuss (s.a. WWW.CDU-WORMS.DE)

perspektive

MdL Adolf Kessel (rechts) diskutiert mit Kursteilnehmern der Initiative „Zukunft 50 Plus".

WORMS Landtagsabgeordneter Adolf Kessel hat im Bildungswerk des Handwerks mit 20 Teilnehmern der Initiative „Zukunft 50 Plus“ ein nicht alltägliches Bewerbungsgespräch führen können. Darin hatten sich die Teilnehmer – allesamt Arbeitslose, die Hartz IV beziehen und über 50 Jahre alt sind – vorgestellt und ihm am Ende symbolisch eine Sammelbewerbung überreicht.

 

Dabei ging es jedoch nicht in erster Linie um eine sofortige Job-Vermittlung für die Einzelnen. „Es geht uns auch darum, die generellen Vorteile aufzuzeigen, die Betriebe haben, wenn sie Ältere einstellen“, erklärten Diplom-Betriebswirt Gerhard Reischmann und Ethnologe Stefan Schaaf, die den Kurs im Bildungswerk leiten. So wüssten manche Chefs vor allem in kleineren Betrieben gar nicht, dass sie vom Bund für die Einstellung älterer Arbeitnehmer einen Zuschuss erhalten können. Die Höhe sei zwar von Fall zu Fall unterschiedlich: „Es macht sich aber auf jeden Fall bemerkbar“, garantierten sie.

 

Landtagsabgeordneter Adolf Kessel sicherte zu, das Thema und die Sammelbewerbung in Betrieben anzusprechen. Er konnte aber auch schon direkt vor Ort in Gesprächen Hilfestellung geben – viele der Alltagssorgen der Kursteilnehmer kannte er auch aus seiner Praxis als Ortvorsteher, etwa Probleme bei der Wohnungssuche mit Hartz IV oder Besonderheiten von 1-Euro-Jobs. Gleichwohl schürte er keine falschen Hoffnungen: „Setzen Sie nicht so sehr auf Jobs im öffentlichen Dienst“ empfahl er. Dort würden eher Stellen abgebaut. Chancen sah Kessel aber durchaus bei Bewerbungen in Betrieben. Wie viel Erfahrung ältere Arbeitnehmer mit sich bringen, das zeigten die Teilnehmer in der Vorstellungrunde eindrucksvoll. Die Lebensläufe und Qualifikationen der Gruppe reichten vom Seemann bis zur Schulungsleiterin für Telemarketing, vom Hausmeister bis zur Sekretärin, von einer früheren Lehrerin bis zum Schlosser.

 

Alle Teilnehmer des Kurses sind über 50, haben den Großteil ihres Lebens gearbeitet und finden nun, trotz intensiver Suche, keinen neuen Job. „Für die Arbeit zu alt, für die Rente zu jung“, fasste einer das Problem zusammen. Dennoch zeigte sich die Mehrheit optimistisch: „Hier liegt Potenzial brach!“, brachte es einer auf den Punkt. Ein anderer Teilnehmer belegte an Zahlen, dass erschreckend viele Menschen im Alter plötzlich keinen Job mehr finden, sei es, weil Stellen abgebaut werden oder weil der Arbeitgeber Insolvenz anmelden muss. „Wir sind nicht alleine!“, fasste er zusammen.

 

Doch die Hoffnung auf einen Ausweg scheint berechtigt zu sein: Drei Monate werden die Kursteilnehmer nun im Bildungswerk geschult und erhalten Tipps für die Jobsuche, drei weitere Monate werden sie 14-tägig individuell gecoacht. „Die Erfolgsquote liegt bei 25 Prozent“, fasste Reischmann zusammen. Jeder Vierte also, der vorher nicht vermittelt werden konnte, schafft demnach so wieder den Anschluss. Zugang zum Bildungswerk erhalten Interessierte übrigens ausschließlich über das Arbeitsamt.

 

INFO
Betrieben, die Interesse an der Sammelbewerbung haben oder Kontakt aufnehmen möchten hilft Adolf Kessel gerne weiter unter Telefon 06242/4083 oder  06131/2083425;  Kopien der Sammelbewerbung liegen außerdem in der CDU-Geschäftsstelle bereit (Gaustraße 16 bis 18, montags bis freitags vormittags).