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22.12.2011

MdL Adolf Kessel stellt Anfrage zu Bedarf für augenärztlichen Notdienst in Worms

Verunsicherung bei Wormsern: Derzeit keine wohnortnahe augenärztliche Notfallversorgung mehr

bildungszentrum mueller

MdL Adolf Kessel

MAINZ/ WORMS Etliche Wormser sind besorgt darüber, dass Worms nun keinen augenärztlichen Notdienst mehr hat. Landtagsabgeordneter Adolf Kessel will daher Fakten schaffen. "Wir brauchen Zahlen, um nachweisen zu können, dass es Bedarf gibt", erklärt er. Hierzu hat Adolf Kessel eine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

on dieser will der Abgeordnete unter anderem wissen, wie viele augenärztliche Notfallversorgungen in den letzten fünf Jahren vorgenommen wurden und wie die Landesregierung die Versorgungslage bewertet, auch im Vergleich zu anderen Städten. In den Blick nimmt der CDU-Politiker dabei auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die die Aufstellung der Notdienste organisiert.
Als seniorenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied des Sozialausschusses sieht Adolf Kessel in dem Wegfall auch die Gefahr der Benachteiligung älterer Menschen und derjenigen, denen es schwer fällt für sich selbst zu sorgen.
Wie dringend nötig eine augenärztliche Notfallversorgung direkt in Worms ist, das wird derzeit ganz gegensätzlich bewertet: "Der Bedarf ist ganz klar da", sagen die einen, darunter die Wormser Augenärztin Dr. Elke Eicher, die den Notdienst in ihrer Praxis in den vergangenen vier Jahren freiwillig alleine gestemmt hat und Dr. Bernhard Jeschek, der Leiter der Bereitschaftspraxis am Klinikum, wohin Notfallpatienten oft als erstes kommen. "Die geringen Fallzahlen rechtfertigen einen eigenen Notdienst der Augenärzte nicht", lautet dagegen der Standpunkt der Kassenärztlichen
Vereinigung (KV), die mit diesem Argument schon 2004 den augenärztlichen Notdienst offiziell abgeschafft hat. Seither hatten freiwillige Regelungen der Augenärzte jedoch dafür gesorgt, dass die Wormser den Verlust nicht direkt gespürt haben. Diese Notdienst-Notlösungen können nun aber nicht mehr aufrecht erhalten werden.