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20.01.2012

Schüler des Gauß-Gymnasiums bei Adolf Kessel im Landtag

Regelrecht mit Fragen gelöchert: Gut eine Stunde prasselte in der Gesprächsrunde Frage auf Frage / Weitere Fotos auch unter www.cdu-worms.de

gauss

MAINZ/WORMS Regelrecht mit Fragen gelöchert haben Schüler der Klasse 10a des Gauß-Gymnasiums Landtagsabgeordneten Adolf Kessel, der die Jugendlichen in den Landtag nach Mainz eingeladen hatte. Gut eine Stunde prasselte in der Gesprächsrunde Frage auf Frage – so engagiert, dass der begleitende Deutsch- und Sozialkundelehrer, Dr. Günther Serfas, der auch Schulleiter ist, die 10a lobte: „Ihr wart wirklich sehr gut!“. Gute Noten hatte es zuvor auch von Schülerseite für Adolf Kessel gegeben – in Form von langem, spontanem Applaus.

In dem Gespräch mit Adolf Kessel holten die Schüler das nach, was manche von ihnen im Plenum nach eigenen Angaben vermisst hatten: angeregte Diskussionen. Der Abgeordnete stimmte mit der Klasse darin überein, dass es zu der Stunde, in der die Schüler im Plenum von der Besucher-Empore aus zuschauen durften, tatsächlich keine besonders leidenschaftlichen Debatten gegeben hatte: „Ihr hattet ein bisschen Pech“, in erster Linie habe die Regierung Anfragen beantwortet – erst danach, in der Aussprache der Fraktionen, werde emotionaler diskutiert.
Mehrere Schüler schlugen den Bogen auch direkt zu Worms: „Was kann ein einzelner Abgeordneter für die Stadt tun?“, lautete das Leitthema. Auch das derzeit im Stadtrat ganz aktuelle Thema „augenärztliche Notfallversorgung“ kam ins Gespräch – hierzu hat Adolf Kessel bereits eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, um handfeste Zahlen für den Bedarf zu bekommen. Kessel verwies außerdem darauf, dass er nicht nur Ansprechpartner ist bei Landesthemen, die Worms betreffen, sondern dank seiner weiteren Funktion als Stadtratsmitglied bei allen Wormser Politik-Themen angesprochen werden kann.
„Wie lässt sich dem Extremismus entgegenwirken?“, wollte ein Schüler wissen. „Am meisten bringt es,.immer wieder zu informieren“, war sich Adolf Kessel sicher. Wie viel dies bewirke, das habe in Worms erst jüngst die Demonstration gezeigt, zu der auch die Wormser CDU aufgerufen hatte. 400 Wormser konnten mobilisiert werden und hatten friedlich dafür gesorgt, dass Anhänger der NPD bei ihrer Kundgebung bald wieder die Banner einrollen und den Rückzug antreten mussten.
Adolf Kessel berichtete vom Sozial- und Integrationsausschuss der CDU-Landtagsfraktion, beides Ausschüsse, in denen er Mitglied ist. Und natürlich ging es auch um Schulen, ein ureigenes Thema der Landespolitik. Einig waren sich die Schüler, dass nur gut ausdifferenzierte Schulformen optimale Förderung bringen. Deutlich wurde jedoch, wie schwierig es wird, wenn es darum geht, wie eine solche Ausdifferenzierung nun genau auszusehen habe.
Viele scheinbar einfache Fragen hatten es, bei genauer Betrachtung, ganz schön in sich: Wie hält ein Abgeordneter die Spannung aus zwischen „Fraktionszwang“ und Gewissensentscheidungen? Wann lässt sich ein Gesetz ändern? Und wie steht es insgesamt um das Ansehen der Politiker? Aber auch viele Detailfragen zeigten, dass die 10a ganz genau hinschaut: So wollte eine Schülerin wissen, wie die Redezeit im Plenum eingeteilt ist. Und eine andere fragte, was es mit der Fahne auf sich hat, die im Plenarsaal hinter Glas zu bewundern ist. Nicht wenige staunten, als sie hörten, dass diese Fahne tatsächlich 1832 im Vormärz im berühmten Festzug auf das Hambacher Schloss getragen wurde, verbunden mit den Forderungen nach deutscher Einheit, Freiheit und Demokratie.
Dr. Serfas möchte das Gespräch der Schüler gern mit den Wormser Abgeordneten weiterführen und wird Adolf Kessel und dessen Kollegen Jens Guth gemeinsam zu einer Diskussionsrunde ins Gauß-Gymnasium einladen.