Aktuelles

23.01.2012

MdL Kessel (CDU) erhält Infos zur augenärztlichen Notfallversorgung in Worms

Adolf Kessel bekommt Antwort von Landesregierung / Kessels Ziel: Zusammen mit Kassenärztlicher Vereinigung und vor Ort praktizierenden Augenärzten nach patientengerechter Lösung suchen

adolfkessel

Adolf Kessel

MAINZ/WORMS Angesichts der fortwährend unbefriedigenden Versorgungssituation im Bereich des augenärztlichen Notdienstes im Stadtgebiet Worms hat sich der Landtagsabgeordnete Adolf Kessel (CDU) in einer Parlamentarischen Anfrage an die Landesregierung gewandt und hat von dort nun auch eine Antwort bekommen. „Ich wollte mir einen aktuellen Überblick über die Situation verschaffen und gleichzeitig in Erfahrung bringen, welche Position die Landesregierung in dieser Angelegenheit einnimmt“, so der Unionspolitiker über seine Motivation. Der Wormser CDU-Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin weist zudem darauf hin, dass das Thema auch in der nächsten Stadtratssitzung auf der Tagesordnung steht.

Fakt ist: Seit 2008 gibt es in Worms keinen augenärztlichen Notdienst mehr. Dieser wird stattdessen an der Mainzer Universitätsklinik wahrgenommen, wo in der dortigen Augenklinik ein augenärztlicher Notdienst eingerichtet wurde. Laut Antwort der Landesregierung wurde diese Regelung von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) auf Antrag der Rheinhessischen Augenärzteschaft Ende 2007 getroffen. Die Kosten für die Übernahme der Dienstbereitschaft durch die Universitätsaugenklinik, so heißt es dort weiter, werden von den niedergelassenen Augenärztinnen und Augenärzten der Region getragen.
Was für die Bewohner von Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen sicherlich von Vorteil ist, gereicht den Menschen in Stadt Worms und Umgebung jedoch zum Nachteil, da sie im Notfall über 50 Kilometer nach Mainz fahren müssen, um sich ärztlich behandeln zu lassen, moniert der Wormser Christdemokrat. Gerade für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, kann das zum Problem werden – vor allem aber auch für Patienten mit schweren Augenverletzungen, die eine schnelle ärztliche Versorgung benötigen, so Kessel.
„Mir geht es vornehmlich darum, sicherzustellen, dass für die rund 120000 Bürgerinnen und Bürger in Worms und in den umliegenden Gemeinden die augenärztliche Versorgung auch außerhalb der regulären ärztlichen Sprechstundenzeiten möglichst wohnortnah rund um die Uhr gewährleistet ist“, erläutert der CDU-Landtagsabgeordnete sein Anliegen.
Da die KV Rheinland-Pfalz als Selbstverwaltungskörperschaft der Vertragsärzteschaft die Ausgestaltung des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes gemäß § 75 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch in Eigenverantwortung wahrnimmt und somit auch den Sicherstellungsauftrag für die ärztliche Notfallversorgung hat, die Landesregierung sich aber nach eigener Aussage außer Stande sieht, dieser fachliche Vorgaben zu machen, liegt der Schlüssel für die Lösung des Problems bei der KV.
„Mein Ziel ist es daher“, so Adolf Kessel, „zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den vor Ort in Worms praktizierenden Augenärzten nach einer patientengerechten Lösung zu suchen, um im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Worms und den umliegenden Gemeinden künftig wieder einen augenärztlichen Notdienst in der Nibelungenstadt einzurichten“.