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03.02.2012

PRAKTIKUM // Marco Schreiber: Ich hatte zwei richtig spannende Wochen!

Marco Schreiber berichtet von seinem Praktikum bei MdL Adolf Kessel / BILDERGALERIE

praktikum

Adolf Kessel und Marco Schreiber (v.links) im Gespräch.

MAINZ/WORMS/RHEINDÜRKHEIM „Ich hatte zwei richtig spannende Wochen!“, sagt Marco Schreiber im Rückblick auf sein Praktikum beim CDU-Landtagsabgeordneten Adolf Kessel. Gleich drei Plenarsitzungen hat der Schüler des Gauß-Gymnasiums im Landtag in Mainz erleben können, direkt im Plenum. Vieles hatte er sich anders vorgestellt:

Natürlich sei auch heftig diskutiert worden, insgesamt herrsche aber eine „entspannte Atmosphäre“. Hoch hergegangen sei es, als die Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf der Tagesordnung stand. Die CDU sah die Kommunen bei den Mehr-Einnahmen nicht ausreichend beteiligt, wurde aber von Rot-Grün überstimmt. Gleiches galt in der „Aktuellen Stunde“ beim Thema Schülerbeförderung: Die CDU hielt es für sinnvoller, das Geld direkt in Bildung zu investieren. „Es bringt den Schülern nichts, kostenlos zum Unterrichtsausfall gebracht zu werden“, lautete ein Argument – das Rot-Grün jedoch nicht gelten ließ.

Sehr eindrucksvoll empfand Schreiber die Plenarsitzung anlässlich des Befreiungstags von Auschwitz. Schreiber: „Im Landtag herrschte an diesem Vormittag eine ganz andere Stimmung, keine Streitigkeiten, es ging ausschließlich um ein gemeinsames Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“. Jacques Delfeld, der Vorsitzende des Landesverbands der Sinti und Roma, forderte "den Antiziganismus ebenso zu ächten wie den Antisemitismus" und Landtagspräsident Mertes sagte mit Blick auf die Mordserie der Zwickauer Terrorzelle: „Wir sind dieses Trauma der Neonazis noch nicht los".

Schreiber, der auch selbst politisch aktiv ist als stellvertretender Kreisvorsitzender der Wormser Schüler-Union (SU), im SU-Landesvorstand sowie im Vorstand der Pfeddersheimer CDU, kam auch mit anderen Abgeordneten ins Gespräch und stellte fest: "Viele haben ganz unterschiedliche berufliche Werdegänge". Marco Schreiber lernte Adolf Kessel auch in dessen Funktion als seniorenpolitischer Sprecher kennen: Im Plenum hielt Kessel eine Rede zum Thema Pflegeberufe und demographischer Wandel. Und Marco Schreiber war auch bei der Arbeit in den Ausschüssen dabei. Adolf Kessel ist Mitglied im Sozial-Ausschuss und stellvertretender Vorsitzender im Integrations-Ausschuss. Da die Leitung der Ausschüsse bei einem Abgeordneten liegt und die Ausschüsse souverän und unabhängig von der Regierung agieren können, fand Schreiber: „Hier können wirklich Sachen bewegt werden“.

Nicht mal bei der Büroarbeit kam Langeweile auf: „Bei der Terminplanung etwa sieht man auf einen Blick, wie vielseitig, aber auch zeitaufwendig der Beruf ist“. Marco Schreiber hatte in Kessels Kalender schon bis Dezember Termine eingetragen. Selbst auf der Ortsverwaltung in Rheindürkheim erlebte der Praktikant Unerwartetes: „Sobald Licht brennt, kommen die Leute - auch außerhalb der Öffnungszeiten“. Der Draht zum Ortsvorsteher ist offenbar sehr gut.

Am besten gefiel ihm jedoch der Vortrag, den er beim CDU-Wirtschaftsrat hörte: „Ist der Euro noch zu retten?“. Eine Antwort darauf gab Dr. Günther Beckstein, der bayerische Ministerpräsident a.D.: „Wir können derzeit nur auf Sicht fahren, ohne genau sagen zu können, was am Ende dabei 'rauskommt“. Kanzlerin Angela Merkel sei in dieser Krise die ideale Besetzung und mache ihre Sache sehr gut.

Im Wormser Stadtrat, dem Kessel ebenfalls angehört, erinnert sich Schreiber besonders daran, wie zwei Resolution verabschiedet wurden: Eine gegen das Atom-Müll-Interimslager im nahen Biblis, über das der CDU- Fraktionschef, Dr. Klaus Karlin, sagte, es sei “eine bessere Garage“, die nicht weitere 50 Jahre bestehen bleiben könne. Und die Resolution zur besseren augenärztlichen Notfallversorgung: Hierzu hatte Adolf Kessel bereits ein Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet.

Zusammenfassend wertete Schreiber das Praktikum als sehr gelungen: „Ich habe wirklich viel in der Zeit gelernt und kann nur jedem empfehlen, der sich für Politik begeistert, ein Praktikum bei Adolf Kessel zu machen!“.