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09.02.2012

CDU zeigt Gespür für soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftskompetenz

CDU NEUJAHRSEMPFANG -- CDA-Bundesvorsitzender Laumann sieht Schuldenabbau und Demografie-Problem als größte Herausforderungen

laumann

Karl Josef Laumann erhält in Worms viel Lob für seine Rede, die von den Mitgliedern als mutig und weitsichtig bezeichnet wird.

WORMS Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Adolf Kessel hat die CDU im Herrnsheimer Restaurant „Am Schlosspark“ beim Neujahrsempfang einen der prominentesten Vertreter des sozialen Flügels der CDU begrüßen können: den Bundesvorsitzenden der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl Josef Laumann. Viele der zahlreichen Gästen, darunter Betriebs- und Personalräte, sowie Vertreter der Gewerkschaften und der Wormser Wirtschaft lobten Laumanns leidenschaftliche Rede als mutig und weitsichtig.

CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner, die ihr Grußwort per Video-Leinwand überbrachte, würdigte Laumanns großen Erfolg beim Mindestlohn. Wie Laumann sah sie im Demografie-Problem eine der größten Herausforderungen. Generationen könnten voneinander lernen. „Die Jüngeren rennen schneller, aber die Alten kennen die Abkürzung“.
Laumann, der auch Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen war, sieht Überschuldung und die demografische Entwicklung als zwei der größten Probleme, die die Politik lösen müsse. Die Rekord-Steuereinnahmen und eine niedrige Arbeitslosenquote bieten in seinen Augen derzeit beste Voraussetzungen zum Schuldenabbau – tatsächlich würden aber neue Schulden aufgenommen, sagte er auch mit kritischem Blick auf Rot-Grün in Rheinland-Pfalz. “Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem”. Dies gehe zu Lasten der jüngeren Generation und verschärfe die Gefahr, die die demografische Entwicklung mit sich bringe. Vieles sei ohne Ehrenamt und stabile Familien nicht mehr zu stemmen. Sich ehrenamtlich zu engagieren, dazu sei aber nur derjenige bereit, der eine sichere Zukunft und eine Bindung zur Heimat habe. Geschaffen werde diese Sicherheit durch faire Entlohnung, möglichst unbefristete Arbeitsverträge und eine klare Lohnuntergrenze mit nur wenigen branchenbezogenen Abweichungen. Diese Untergrenze dürfe nicht vom Staat oder der Politik festgesetzt werden, sondern von den Tarifparteien, die notfalls dazu gezwungen werden müssten. „Der Markt gehört an die Kette“, forderte Laumann. „Wirtschaft ist kein Selbstzweck“, sondern habe dienende Funktion. Die Bundesrepublik sei international nicht durch Zufall gerade in den Branchen erfolgreich, in denen es auch die meisten Tarifbindungen gebe, in der Industrie. Denn nachhaltiger Wettbewerb funktioniere nur durch das Ringen um Qualität und Fachkräfte, nicht durch Preisdruck nach unten. Ehrenamtliche und Verantwortliche in den Kommunen müssten mehr selbst entscheiden dürfen. Die Politik müsse den Menschen vertrauen und dürfe nicht alles staatlich regeln wollen. Für ein stabiles Europa müsse die Währungsunion zusammen gehalten werden.

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