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22.03.2012

CDU-Kreisverband wertet die Vorschläge zum Nahverkehrsplan aus (mit Fotogalerie)

„Viele brauchbare Wünsche und Anregungen“/ CDU trägt Vorschläge für besseres Nahverkehrskonzept zusammen / BILDERGALERIE

nahverkehrsplan

Verkehrsplaner Klaus Harthausen (stehend) informiert die Arbeitsgruppe, zu der auch Landtagsabgeordneter Adolf Kessel (4.v.re.) gehört.

HERRNSHEIM Wo sind Verbesserungen im Nahverkehrskonzept in Worms besonders nötig? Wo stockt die „Grüne Welle für Vernunft“, wie sie ein bekannter ÖPNV-Slogan lange bewarb? Antworten hierauf hat der CDU Kreisverband im Landhotel Sandwiese zusammengestellt. Mit Verkehrsplaner Klaus Harthausen traf sich eine achtköpfige Arbeitsgruppe, zu der auch Landtagsabgeordneter Adolf Kessel und die Fraktionsvorstandsmitglieder Heidelinde de Haas und Hans-Peter Weiler gehören. Diese konnten am Ende für den neuen Nahverkehrsplan eine ganze Reihe von Vorschlägen mitnehmen.

Die CDU hatte eine Umfrage unter den ÖPNV-Nutzern gestartet und eine Reihe sinnvoller Anregungen erhalten. Viele Umfrageteilnehmer wünschten sich einen besseren Anschluss am Hauptbahnhof: Wer umsteigen muss, habe mitunter lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Dies gelte für das Umsteigen vom Zug auf den Bus, ebenso wie von Buslinie zu Buslinie. Besonders bei der Klinikums-Linie 408 bestehe derzeit ein Problem wegen einer Umleitung, die das Gremium als "ungeschickt" bewertete.
Die Anbindung ans Klinikum sollte insbesondere auch für die westlichen und nördlichen Stadtteile besser werden. Als unzureichend bewerteten einige Bus-Nutzer auch die Anbindung an den Hauptfriedhof. Am Nahversorgungszentrum Herrnsheim wurden bauliche Gegebenheiten der Haltestelle bemängelt, grundsätzlich sollten mehr Haltestellen für Behinderte und Senioren ausgebaut werden. Der Fahrgast-Beirat und Busbegleiter-Service sollte wieder eingerichtet werden, lauteten zwei weitere Wünsche.
Nicht genügend Infos gebe es darüber, wann, wo und wie die Ruftaxi-Linien verlaufen. Eine kuriose Bus-Situation besteht außerdem offenbar in Pfiffligheim: Hier sei nicht auf einen Blick ersichtlich ob an einer bestimmten Haltestelle nun Busse abfahren in Richtung Stadt, oder aus der Stadt heraus. Grund: Die Busse fahren je nach Tageszeit unterschiedliche Routen. Auf dem Weg nach oder aus Pfeddersheim müssen Fahrgäste außerdem laut Ausschuss am Wochenende einen "unattraktiven Umweg der Linie 405" in Kauf nehmen. Dies liege an der „Schleifenfahrt“ durch Pfiffligheim. Und wer von Abenheim mit dem Bus nach Worms möchte und wieder zurück, der habe nach 20 Uhr, sowie am Wochenende sehr wenige Verbindungen. Schwierig sei von Abenheim aus außerdem die Verbindung zum eigentlich nahe gelegenen Bahnhof Osthofen.
Die Vorschläge und Forderungen wird die CDU bei den Beratungen zum städtischen Nahverkehrsplan einbringen. Auf der Grundlage des 2013 zu beschließenden Nahverkehrsplanes wird die Ausschreibung und Vergabe der Stadtbus-Leistungen im Jahr 2014 erfolgen.