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31.10.2012

Julia Klöckner diskutiert mit Wormsern

Kernthemen nachhaltige Bildung, solide Finanzen und Zusammenhalt der Gesellschaft / Mitglieder richten Fragen an CDU-Landeschefin / Große Resonanz bei Kreisparteiausschuss-Sitzung FOTOGALERIE (weitere Fotos unter www.cdu-worms.de)

kreis

Adolf Kessel und Julia Klöckner (v.links) heißen die Mitglieder willkommen.

WORMS „Nachhaltige Bildung, solide Finanzen und Zusammenhalt der Gesellschaft – so lauten die Kernthemen, zu denen CDU-Landeschefin Julia Klöckner Stellung bezogen hat, auf der Kreisparteiausschuss-Sitzung in Herrnsheim im Landhotel Sandwiese. Der Einladung der Wormser CDU waren zahlreiche Mitglieder gefolgt. Von diesen wollte die Landeschefin wissen: "Wie nehmen Sie uns wahr? Was müssen wir ändern?" Viel Lob erhielt Landtagsabgeordneter Adolf Kessel von der CDU-Landesvorsitzenden: "Adolf Kessel genießt hohes Ansehen in der Fraktion für seine solide Arbeit". Etliche Mitglieder nutzten die Gelegenheit und richteten aus der Menge heraus ihre Fragen direkt an Julia Klöckner.

Kreisvorsitzender Hans-Joachim Kosubek und der Wormser Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin hielten die Diskussion für wichtig für den Zusammenhalt in der Partei. Gemeinsam wurden Fakten unter die Lupe genommen und Meinungen abgeglichen. Der Pfiffligheimer Ortsvorsteher Theodor Cronewitz ging das Thema Integration an und wünschte sich „mehr Heimatliebe“. Klöckner antwortete: „Das Problem ist mehrdimensional“: Ursachen sah sie ebenso bei Einkommen und Bildung, auch unabhängig von der Herkunft. "Wir brauchen proaktive Zuwanderer“. Fraktionssprecher Dr. Karlin griff das Thema später ebenfalls auf, nachdem er die Entscheidung des Stadtrates zur Ausschreibung für ein neues Bildungsdezernat als weitsichtig gelobt hatte. "Wir brauchen mehr Willkommenskultur", sagte Karlin. In Worms gebe es 7000 Arbeitsplätze, die auf Migranten zurückgingen. Karlin warb außerdem für den Zusammenhalt beim Gewerbegebiet "Hoher Stein" und wies darauf hin, dass die Stadt nun auch ein Klimagutachten in Auftrag gegeben hat, bevor der Flächennutzungsplan fortgeschrieben wird. Beim Thema "Eingetragene Lebenspartnerschaften", das Klaus Harthausen vom Vorstand der CDU Ibersheim-Rheindürkheim aufs Tapet brachte, konnte Klöckner mit ihrer Antwort ein Missverständnis ausräumen.
Kreisvorstandsmitglied Dr. Klaus Werth griff einen ganzen Strauß an Themen auf: Aus- und Weiterbildung, Schulen, Unternehmen, Infrastruktur und Energie. Klöckner pflichtete ihm in vielen Punkten bei. Beim Thema Bildung warb sie für bedarfsgerechte Förderung - Inklusion sei gut, dürfe aber nicht zulasten benötigter Förderschulen gehen. „Wir brauchen Wahlfreiheit". Ebenso nötig sei eine Unterrichtsversorgung 100 plus X, damit auch Krankheitsfälle bei Lehrern abgedeckt seien.  Die Vorsitzende der Wormser Senioren-Union, Edith Giebel, rückte das Thema Altersarmut in den Fokus. Klöckner antwortete: Der Staat könne nicht die Preise festsetzen, das mache der Markt. Die Politik müsse aber dafür sorgen, dass auch für Ältere Teilhabe möglich sei. Schlimm sei die verdeckte Armut bei Senioren, wenn diese aus Scham ihnen zustehende Sozialleistungen nicht abholten. Verbraucherschutz und Pflegekosten sah sie als weitere Themen an, die auch Adolf Kessel, den seniorenpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, noch lange beschäftigen werden. Klöckner sprach sich außerdem für die stärkere Anrechnung der Zeiten der Kindererziehung  bei der Rente aus. Dr. Rupert Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU Horchheim, rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Parteien gut mit Medien zusammenarbeiten können. Im Gegensatz zu Wagner wünschte sich Klöckner dabei "keine Verhältnisse wie in den USA". Zustimmendes Klopfen im Saal war zu hören zur "Beibehaltung des Wahlalters mit 18".