Aktuelles

08.07.2013

„Probleme intensiv wahrgenommen“

CDU-Landeschefin Julia Klöckner und Bundestagskandidat Jan Metzler auf Sommertour im Wormser Nordend / Verbesserungen für Spiel- und Lernstube im Visier / Lob für nachhaltige Arbeit der Caritas

caritas

„I love Nordend“ – CDU-Landeschefin Julia Klöckner und Bundestagskandidat Jan Metzler (1.Reihe, 2. u.3.v.links) stehen buchstäblich hinter dem Slogan, der die Broschüre zur Caritas-Stadtteilarbeit in dem einstigen Armenviertel von Worms betitelt. Sie sehen die Entwicklung positiv und wollen sie weiter voranbringen.

WORMS CDU-Landeschefin und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner hat im Rahmen ihrer Sommertour in Worms vier Stunden die Pfarrei Liebfrauen und Einrichtungen der Caritas im Wormser Norden besucht. Abseits touristischer Routen informierte sie sich vor Ort und sprach mit Mitarbeitern. „Ich lerne sehr viel bei solchen Terminen“, sagte sie und nahm auch gezielt Probleme in den Blick. Unterstützt wurde sie vom Wormser Landtagsabgeordneten Adolf Kessel und von Bundestagkandidat Jan Metzler, der die Einrichtungen schon gut durch Vor-Ort-Termine mit der CDU-Stadtratsfraktion kannte. Begleitet wurde die CDU-Spitzenfrau auch von Prälat Dietmar Giebelmann, Dekan Monsignore Manfred Simon, Caritasdirektor Georg Diederich und dem stellvertretenden CDU-Fraktionssprecher im Stadtrat, Hans-Peter Weiler.

Sehr beeindruckt zeigte sich Klöckner von der Spiel- und Lernstube „Am Holzhof“: „Hier passiert Entscheidendes für die Zukunft der Kinder“, sagte sie.  Laut Caritas übersteigt die Nachfrage aber bei Weitem das Angebot, zu dem auch Hausaufgabenhilfe in kleinen Gruppen gehört. Die Einrichtung ist demnach für 24 Plätze ausgelegt, die Warteliste umfasst  aber noch einmal so viele Anfragen und musste geschlossen werden, weil die Wartezeit zu lange wurde. Klöckner führte intensive Gespräche mit Mitarbeitern in der Spiel- und Lernstube, darunter Sozialarbeiterin Nicole Bach, die seit zwölf Jahren dort arbeitet. Klöckner freute sich, dass die Menschen das Angebot gern nutzen. „Die Räumlichkeiten sind aber zu klein, nicht sehr ansprechend und liegen am Rande des Wohngebiets“, stellte sie fest. Um hier Fortschritte zu erzielen, will sie sich mit Landtagsabgeordnetem Adolf Kessel zusammensetzen, mit der Stadtverwaltung sprechen und nach einer parteiübergreifenden Lösung suchen. Auch Umschichtungen im Landeshaushalt zog sie in Erwägung.  „Weil Stadtteilarbeit nur langfristig funktioniert, ist es wichtig, verlässliche Strukturen zu schaffen“.
Großen Respekt zollte die CDU-Spitzenfrau den sechs ehrenamtlichen Ärzten, die im Gesundheitsladen im Radgrubenweg denjenigen helfen, die das Gesundheitssystem nicht erreicht. „Wir weisen niemanden ab“, heißt die Losung dort. Von Dr. Eva Hess erfuhr Klöckner, dass jeder zweite Hilfesuchende nicht versichert sei, was die Behandlung vor allem dann knifflig mache, wenn an andere Praxen überwiesen werden müsse. Klöckner sagte: „Ich habe die Probleme intensiv wahrgenommen“, nun gehe es darum, die verantwortlichen Ebenen zusammenzuführen.
Die CDU-Landeschefin lobte den ganzheitlichen, langfristigen Ansatz der Caritas, die im Wormser Norden für mehr als 2000 Bewohner da ist: „Hier arbeiten pragmatische Menschen, die nachhaltige Hilfe bieten“. Die Arbeitslosenquote in dem Gebiet ist zwar doppelt so hoch wie im übrigen Worms, zunehmend schaffen Kinder aber inzwischen den Sprung aufs Gymnasium, wie Fachbereichsleiter Georg Bruckmeir hervorhob. Der Schuldezernent und Wormser CDU-Vorsitzende, Hans-Joachim Kosubek, wies darauf hin, dass weitere Förderung nötig sei, damit sie auf dem Gymnasium blieben, hier sei weitere Förderung nötig. Gemeindereferentin Ana Looser und Tanja Lemper vom Caritasverband stellten Projekte vor, wie sie die Menschen direkt vor Ort erreichen, etwa bei Befragungen, thematischen Nachmittagen, Frühstückstreffen, Stadtteilfesten oder Aktionen.