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16.04.2014

Adolf Kessel und Dr. Klaus Karlin (beide CDU): In Worms muss ein Lehrschwimmbecken erhalten bleiben

CDU-Stadtratsfraktion im Gespräch mit Stadtsportverband und Sportkreis / „Entwicklung im Sportförderungsgesetz bereitet Vereinen Sorgen“

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Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion und des Stadtsportverbands sind sich einig: ein Lehrschwimmbecken in Worms muss erhalten bleiben.

WORMS In einem Gespräch mit Vertretern des Stadtsportverbands und des Sportkreises hat sich die CDU-Stadtratsfraktion dafür ausgesprochen, dass auch in Zukunft in Worms ein Lehrschwimmbecken erhalten bleiben muss.

„Allein die Tatsache, dass jetzt schon 100 interessierte Kinder, die Schwimmen lernen wollen, auf der Warteliste stehen, zeigt, wie nötig ein Lehrschwimmbecken in Worms ist“, lautete das Fazit von Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin und Landtagsabgeordnetem Adolf Kessel. Eine Möglichkeit könnte hierbei laut CDU auch die Anbindung eines entsprechenden Schwimmbeckens an das Heinrich Völker Bad sein, weil dort – gemäß Angaben des Bäderbetriebs – die vorhandene Technik genutzt werden kann.  Entstanden war die Diskussion um das Lehrschwimmbecken, weil an der Elo-Turnhalle, in dessen Bau sich ein Lehrschwimmbecken befindet, Sanierungsbedarf besteht. Der Vorsitzende des Wormser Stadtsportverbandes, Joachim Decker, sagte: „Ein funktionstüchtiges Kinderschwimmbecken, das auch von den Vereinen betrieben werden kann, muss gewährleistet werden“. Außerdem stellte er klar: „Wenn das Förderprogramm für Schwimmbäder ausläuft, ist unser Wunsch, dass es fortgeschrieben wird“.  
Große Sorgen bereiten dem Stadtsportverband Neuerungen im Sportfördergesetz, das die rot-grüne Landesregierung auf den Weg gebracht hat.  „Die Vereine bedauern die Entwicklung“, fasste Decker zusammen. In dem Gesetz wird unter anderem geregelt, wie Sportvereine Zuschüsse erlangen können. „Laut Innenminister Lewentz soll das Gesetz unangetastet bleiben“, sagte Decker und nahm Bezug auf eine Aussage des Mainzer Innen- und Sportministers. Decker beklagte aber: „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es eine Aushöhlung des Sportfördergesetzes gleich kommt, wenn die Förderung einzelner Projekte auf Festbeträge begrenzt wird.  Zudem wird künftig der Neubau von Schulsportanlagen nicht mehr aus den Töpfen des Kultus- sondern des Innenministeriums finanziert.“Hinzu komme, dass nicht mehr jedes Jahr ein Projekt gefördert werde und das Geld für Projekte, für die das Land eine Zusage erteilt, oft auf zwei Jahre gestreckt ausgezahlt werde, Insgesamt stehe damit künftig weniger Geld für Förderungen zur Verfügung. Hinzu komme, dass das Geld für Projekte, für die das Land eine Zusage erteilt, oft auf zwei Jahre gestreckt ausgezahlt werde, was ebenfalls einer Kürzung gleichkomme. Vor allem kleineren Vereinen bereite es zudem Schwierigkeiten, dass ein Projekt – anders als zuvor – nun erst dann auf die Prioritätenliste gesetzt werden kann, wenn ein Finanzierungsplan vorliegt. Auch die Haushaltssperre betreffe den Sport. Decker sprach sich dafür aus, dass Sport als Pflichtaufgabe für Kommunen anerkannt wird, und nicht, wie bisher nur als freiwillige Leistung läuft. „Wenn Kommunen Aufgaben aus dem Sport als Pflichtausgaben geltend machen können, dann können sie leichter disponieren“, erklärte Decker.  Ferner bemängelte er, dass die Zuständigkeiten zwischen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und Ministerium für Außenstehende schwer durchschaubar seien. Sportkreisvorsitzender Günter Schnee nahm mehr die Probleme in den Blick, die sich direkt in den Vereinen abspielen: so müssten die Sportvereine damit klar kommen, dass Mitglieder ihren Verein mehr und mehr als Dienstleistungsunternehmen sehen , während die Bereitschaft sinke, sich auch selbst einzubringen. Die Sportvereine leisteten einen wichtigen Beitrag zur Integration. Sich bei Angeboten von Ganztagsschulen einzubringen, damit täten sich viele Vereine hingegen noch schwer.