Aktuelles

26.02.2018

Designierter OB-Kandidat Adolf Kessel: Entwicklungen nicht dem Zufall überlassen

PK

Adolf Kessel (rechts): Wir brauchen eine verbindliche Prioritätenliste aller Schulbaumaßnahmen.

WORMS Dass sich Worms in den letzten Jahren weiter entwickelt hat, dafür steht die CDU mit in der Verantwortung, schließlich gibt es punktuelle Zusammenarbeit im Stadtrat und Stadtvorstand. „Viele Entwicklungen folgen jedoch keiner festgelegten Strategie“, bemängelt der designierte OB-Kanddat Adolf Kessel den Führungsstil des Amtsinhabers. Es fehle an umsichtiger Planung. „Worms kann mehr!“. Zu viel bleibe dem Zufall überlassen, weshalb Worms seine Potenziale nicht ausschöpfe. Beispiele dafür nannte Kessel viele:

Der Zufallsfund Hamster, der das Gewerbegebiet am Hohen Stein zunichte machte. Die herunterfallenden Decken in der Staudinger-Schule, die einen Abriss am Schulgebäude und das Aufstellen von Containern zur Folge hatte, ohne zu wissen, ob ein neues Schulgebäude errichtet oder ein vorhandenes umgebaut werden soll. Das Parkhaus Koehlstraße, das geschlossen, wieder geöffnet und dann abgerissen wurde, ohne dass Pläne für einen Neubau fertig gewesen wären. Auch Beispiele schlecht aufeinander abgestimmter Großbaustellen zählte Kessel auf und nannte Mängel bei der zielgerichteten Stadtentwicklung.

Dem hielt Kessel entgegen: „Wir brauchen eine verbindliche Prioritätenliste aller Schulbaumaßnahmen“ und warb für transparente Konzepte: „Lehrer, Eltern und Schüler müssen wissen, wann ihre Schule dran ist“. Diese Klarheit gelte analog für den Bau- und Ausbau neuer Kindertagesstätten. Kessel legt Wert auf Haushaltskonsolidierung und lehnt Steuererhöhungen ab. Bei Sicherheit, Feuerwehr, städtischem Vollzugsdienst und im Kita-Bereich könne jedoch nicht einfach weiter gespart werden. Vom Tourismus bis zur Breitbandversorgung und Unternehmens-Ansiedlung, von der Existenzgründung Wormser Hochschulabsolventen bis zum Klimagutachten spannte er den Bogen. Auch die Kultur samt „Leuchttürmen“ wie Nibelungen-Festspiele und SchUM behielt er im Blick. Ob Integration von Flüchtlingen, adäquate Unterkünfte für Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor, ob ärztliche Versorgung oder steigender Bedarf an Pflegekräften – all dies bedürfe eines zielgerichteten Vorgehens. Kessel: „Wir brauchen klare Ziele und müssen die Faktoren sowie die relevanten Personen in Mainz und Berlin kennen, die bei der Umsetzung eine Rolle spielen“.