Aktuelles

28.02.2018

„Investoren brauchen in Worms mehr Planbarkeit, Bürger mehr Transparenz“

Designierter OB-Kandidat Adolf Kessel will alle mitnehmen um mehr für Worms zu erreichen / Ratsentscheidungen sollen wieder mehr Gewicht erhalten

pk

Adolf Kessel (Mitte/4.v.li) bei der Pressekonferenz zu seiner OB-Kandidatur. CDU-Fraktionssprecher Klaus Karlin (links neben Kessel): Adolf Kessel wird das Amt des OB ganz anders führen.

WORMS „Wir wollen überzeugen!“ –  so antwortete der designierte OB-Kandidat Adolf Kessel einer Journalistin auf die Frage: Setzen Sie denn auch darauf, dass die Wormser den jetzigen Amtsinhaber müde geworden sind?  „Es wäre falsch, bei einer so wichtigen Entscheidung auf Müdigkeit beim Wähler zu setzen“, sagte Kessel, der auch  Landtagsabgeordneter ist und Vorsitzender der Wormser CDU. Kessel war zuvor im Vorstand und im Kreisparteiausschuss der Union einstimmig als Wunschkandidat gewählt worden für das Rennen um das höchste Amt der Stadt. Am 18. April hat die Mitgliederversammlung der Wormser CDU das letzte Wort über Kessels Kandidatur und Kessel hofft auf ein ähnlich traumhaftes Ergebnis.

Er  machte deutlich, dass er  alle Wormser mitnehmen möchte, um gemeinsam mehr für Worms  zu erreichen.  Investoren brauchten eine bessere Planbarkeit, Bürger mehr Transparenz, sagte Kessel. Wer sich  engagiere – sei es in seiner Funktion in der Verwaltung, im Ehrenamt oder anderswo – solle durch Eigenverantwortung mehr Anerkennung erfahren.  Auch müssten Ratsentscheidungen wieder mehr Gewicht erhalten. „Jeder soll das Gefühl haben, dass er wichtig ist“, fasste Kessel seine Vision zusammen.  Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin sagte: Der jetzige Amtsinhaber wirke auf die Handlungsfähigkeit  „wie ein Flaschenhals“, den alle Entscheidungen erst einmal  passieren müssten.  „Das lähmt die Verwaltung“ –  zumal auch Dinge betroffen seinen, etwa aus dem Baubereich, die streng genommen gar nicht in den OB-Bereich fielen.  Falsch gesetzte Themen seien gar nicht so sehr das Problem, sondern der Umgang mit den Themen, fasste Karlin zusammen. Adolf Kessel werde das Amt des OB ganz anders führen.
Karlin nannte etliche Beispiele, in denen der OB den Anstoß bei Planungen für wichtige Projekte versäumt habe.  Die Verwaltung könne den vollendeten Fakten dann nur noch hinterherlaufen. Die Frage etwa, was auf dem Marktplatz gebaut werden darf, sei  erst dann in die Diskussion gekommen, als von privater Seite Fakten geschaffen wurden. Auch bei mittelfristigen Projekten wie  „Wohnen am Rhein“ oder  das Gebiet  „neues Westend“ werde keine Planung angestoßen. Kessel forderte eine verlässliche Prioritätenliste bei Schulbaumaßnahmen. . „Lehrer, Eltern und Schüler müssen wissen, wann ihre Schule dran ist“. Stattdessen passiere trotz Mehrheitsbeschluss im Stadtrat jahrelang nichts, sagte Kessel mit Blick auf den Abriss und  Neubau der Elo-Turnhalle. Viele weitere Themen nahm er in den Blick, darunter Integration,  stärkere Zusammenarbeit in Rheinhessen, Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze, Wohnraum, ÖPNV und  Radwege.
Adolf Kessel ist seit zehn Jahren Wormser Landtagsabgeordneter, seit 20 Jahren Ortsvorsteher in Rheindürkheim, ebenso lange Mitglied des Wormser Stadtrats und gehört seit fast 30 Jahren dem Rheindürkheimer Ortsbeirat an.