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23.04.2018

„Einer, der es macht!“

CDU Mitglieder wollen Adolf Kessel als OB für Worms / Sehr großer Rückhalt / Kessel: Worms kann mehr / „Kultur des Planens“ statt zufällige Entwicklungen

mitgliederversammlung

OB-Kandidat Adolf Kessel (4.v.li.) wird beglückwünscht von stv. CDU Vorsitzende Marion Hartmann, Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, stv. CDU Vorsitzende Stephanie Lohr, Beigeordnete Petra Graen und CDU Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin (v.links).

WORMS Der Landtagsabgeordnete Adolf Kessel ist von der CDU nun offiziell zum Kandidaten für das Rennen um das Amt des Wormser Oberbürgermeisters am 4. November gewählt worden. Die Mitglieder bestätigten den Vorschlag, den der CDU Kreisvorstand und der Kreisparteiausschuss im Februar einstimmig ausgesprochen hatte mit einer sehr klaren Mehrheit, fast einstimmig, mit 98,5 Prozent der Stimmen.

Kaum hatte Wahlleiter Dr. Klaus Karlin das Ergebnis bekannt gegeben, da erhoben sich die Mitglieder von ihren Plätzen und es setzte ein Steh-Beifall ein, der bald in rhythmisches Klatschen überging. Kessel freute sich sehr und dankte für das Vertrauen. In seinem ganz eigenem Stil – zupackend und engagiert, aber trotzdem besonnen – stimmte er auf den Wahlkampf ein: „Ich bin bereit alles zu geben, damit wir gemeinsam diese Wahl gewinnen und ich die Verantwortung für dieses wichtige Amt und unsere Stadt übernehmen darf!“ Worms habe sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, wofür die CDU durch ihre punktuelle Zusammenarbeit im Stadtrat und im Stadtvorstand Verantwortung mittrage, sagte Kessel, der CDU Vorsitzender und stellvertretender Fraktionssprecher der Union im Stadtrat ist. Worms schöpfe das Potenzial aber noch nicht aus. „Unser Worms kann mehr!“, gab Kessel als Leitsatz aus. Viele Entwicklungen blieben derzeit dem Zufall überlassen und folgten keiner Strategie. Es fehlten Konzepte. „Wir brauchen eine verbindliche, verlässliche Politik, die gestaltet und nicht getrieben wird.“ Die Wormser dürfen  von ihm als OB demnach eine andere Herangehensweise an Probleme, einen anderen Politik-Stil erwarten. Kessel will der permanenten Situation des „Reagierens“ eine Kultur des „Planens“ entgegensetzen. „Es fehlt die Transparenz im Handeln“. Getroffene Entscheidungen müssten nachvollziehbar sein und für jeden Bürger verständlich erklärt werden.
Die stellvertretende Wormser CDU-Vorsitzende, Stephanie Lohr, hatte zuvor in einer engagierten Rede Kessels Qualifikationen auf den Punkt gebracht: Dieser sei  als Ortsvorsteher, Stadtrat und Landtagsabgeordneter bestens vernetzt in Stadt und Land. Sicherheit und Ordnung seien für ihn, den ehemaligen, langjährigen Kriminalbeamten, gelebte, berufliche Praxis. Seine Glaubwürdigkeit sei vorbildlich. Adolf Kessel sorge als OB für frischen Wind. „Er ist einer, der nicht schwätzt, sondern der es macht“.
Dass bei wichtigen Entscheidungen in Worms Systematik und klare Pläne fehlten, dafür nannte Adolf Kessel viele Beispiele: So habe der „Zufallsfund der Hamsterpopulation“ ein umstrittenes Gewerbegebiet platzen lassen. So mussten in der Staudinger-Grundschule erst Decken herunterfallen. So musste das Parkhaus Koehlstraße erst geschlossen, dann wieder geöffnet und dann schließlich abgerissen werden. Bei der Elo-Sporthalle gehe entgegen des Stadtratsbeschlusses nichts voran, weil es „der persönlichen Auffassung“ des derzeitigen OB zuwiderlaufe. Aufs Kessels Agenda stehen viele Aufgaben: Dazu gehören beispielsweise Kita-Plätze für unter Dreijährige, Schulen und Straßen, Integration von Flüchtlingen und die Tourismusförderung, wobei er bei letztgenanntem Punkt lobte, dass dank der Beigeordneten Petra Graen eine intensive Zusammenarbeit mit der Hochschule beginne.
Der Pirmasenser Oberbürgermeister und Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Städtetages, Dr. Bernhard Matheis, war als Gastredner eingeladen. Er sprach insbesondere den Städten eine wichtige „Problemlösungs-Kompetenz“ zu, weil sehr viele Herausforderungen letztlich dort, auf lokaler Ebene, gemeistert werden müssten. Bund und Land dürften die Städte nicht finanziell „aushungern“, damit diese besondere Kompetenz erhalten bleibe.