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08.05.2018

Adolf Kessel informiert sich vor Ort über Bauarbeiten zur Museums-Erweiterung

CDU sagt weiter Unterstützung zu / Bauherr Mattes und Bürgermeister Kosubek: Alles im Zeitplan / 1,5 Millionen Spende allein reicht jedoch nicht für Rekonstruktion der Kreuzgänge und Museums-Erweiterung / FOTOGALERIE

andreasstift

Dr. Josef Mattes (2.v.li.) erklärt den Stand der Bauarbeiten im Innenhof des Andreasstifts.

WORMS 2021 jährt sich der Widerruf Luthers vor dem Reichstag zu Worms zum 500. Mal. Aus diesem Grund soll in drei Jahren im April eine große Schau im Museum Andreasstift stattfinden. Die Ausstellung – eine Landesschau – soll den Funken sichtbar machen, der die Welt veränderte. Unter dem Titel „Worms 1521, hier stehe ich“, geht es um den Reichstag von 1521 und seine Folgen auf die Weltgeschichte, besonders Freiheit, Gewissen und Menschenrechte. Für diese Ausstellung, wird das Museum Andreasstift derzeit erweitert. OB-Kandidat Adolf Kessel und viele weitere Mitglieder der CDU Stadtratsfraktion haben sich vor Ort über den Stand der Dinge informiert. Ihre Fragen beantworteten der Bauherr, der Vorsitzende des Altertumsvereins, Dr. Josef Mattes, und Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek.

CDU Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin sicherte weiter die Unterstützung seiner Fraktion zu für das Projekt. Die Beigeordnete Petra Graen sagte zu Mattes, er könne auf die CDU zählen. Kessel, der auch Landtagsabgeordneter ist, sieht es als besondere Auszeichnung für Worms an, dass die Ausstellung sogar als Landesschau über die Bühne gehen kann.
Laut Mattes und Kosubek liegen die Bauarbeiten für die Rekonstruktion der Kreuzgänge und Erweiterung des Museums  im Zeitplan und können voraussichtlich bis 2020 abgeschlossen werden – pünktlich zum 1000-jährigen Bestehen des Andreasstifts. Kosubek rief in Erinnerung, dass es nicht selbstverständlich gewesen sei, überhaupt so schnell mit den Arbeiten beginnen zu können. Möglich geworden war dies durch eine Spende in Höhe von 1,5 Millionen Euro und weil die Stadt das Projekt durch einen Gestattungsvertrag an den Altertumsverein als privaten Bauherren übertragen hatte, was die Ausschreibungen vereinfachte. Mattes und Kosubek machten deutlich, dass auch bei Detailfragen jetzt noch viele Hürden und Auflagen zu nehmen seien, weil man sich in einem denkmalgeschützten Umfeld bewege. Lob gab es für die umsichtige Arbeit des Bauleiters, Architekt Jürgen Hamm. Archäologische Grabungen hatten den ursprünglichen Zeitplans um ein halbes Jahr verzögert. Wie Mattes deutlich machte, besteht aus diesem Grund nun ein „gewisser zeitlicher Druck“, noch sei aber alles im Rahmen. Abzusehen sei allerdings, dass die 1,5 Millionen Euro, die der Altertumsverein von einer Mäzenin als Baugeld gespendet bekommen hatte, nicht allein ausreichten, um das Projekt zu stemmen.
Die Arbeiten für die Anbauten an das historische Haus hatten vor wenigen Monaten begonnen. Die zwei 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten Kreuzgangflügel des einstigen Klosters werden wieder aufgebaut an der Mauer der Kirche und vor den Fenstern des Weißen Saales, wobei fest eingebaute Fenster in die Bögen kommen. So entsteht eine zusätzliche Ausstellungsfläche von rund 300 Quadratmetern. Teile der Fundamente der Original-Kreuzgänge sollen zudem sichtbar gemacht werden.In die Bögen der historischen Kreuzgänge kommen fest eingebaute Glasflächen. Alles zusammen ergibt eine Ausstellungsfläche von rund 1 200 Quadratmetern. Für die Landesschau 2021 werden zudem die Andreaskirche, die beiden historischen Kreuzgänge, der weiße Saal und die ehemaligen Verwaltungsräume einbezogen. Der neue Eingang zum Museum erfolgt dann über die Andreaskirche. Das inhaltliche Konzept für die große Schau wird durch den wissenschaftlichen Beirat entwickelt, unter Federführung von Professor Thomas Kaufmann und Dr. Katharina Kunter. Die Erneuerung der inneren Substanz des Museums soll nach dieser Ausstellung, ab 2022, erfolgen.
Wegen der Bauarbeiten ist der bisherige Eingang am Weckerlingplatz, der später barrierefrei ausgebaut wird, geschlossen. Besucher gelangen über die Pforte an der Stelzengasse ins Museum.