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18.01.2019

„Mein Herz schlägt für Worms!“

Stephanie Lohr übernimmt CDU Kreisvorsitz von Adolf Kessel/ Generationenwechsel im Vorstand / Lohr: Generationen verbinden und Mitmachen in der Partei erleichtern / Kessel: Engagierter Kommunal-Wahlkampf steht bevor

mitgliederversammlung

Stephanie Lohr übernimmt den CDU Kreisvorsitz von Adolf Kessel.

WORMS Die neue Vorsitzende der Wormser Union heißt Stephanie Lohr. Mit 98 Prozent der Stimmen haben die Christdemokraten sie in das neue Amt gewählt. Die neue Vorsitzende hat klare Pläne für den Kreisverband: Sie will die Generationen zusammenführen sowie den Zugang zur Partei und die Möglichkeiten zum Mitmachen erleichtern: „Für jeden, der sich bei uns politisch engagieren will, soll es einen Platz geben!“, fasste Lohr ihre Vision zusammen. „Mein Herz schlägt für Worms!“.

Die neue Wormser CDU-Vorsitzende ist 35 Jahre jung und kommt aus dem Stadtteil Abenheim. Von Beruf ist sie Juristin und arbeitet bei den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) in der Personalabteilung. Lohr war zuvor schon stellvertretende Vorsitzende im CDU Kreisvorstand. Politisch aktiv ist sie außerdem im Ortsbeirat Abenheim. Eine Legislaturperiode lang hat sie zudem auch schon die Politik im Stadtrat mitgestaltet. Ab Juli folgt Lohr als Nachrückerin für Adolf Kessel in den Landtag und vertritt die Interessen der Wormser dann auch in Mainz. Stephanie Lohr steht für einen Generationenwechsel in der Wormser Union – ein Trend, der sich auch bei den Beisitzerwahlen im Vorstand zeigte: Gleich drei Kandidaten von insgesamt zwölf kamen aus den Reihen der Jungen Union, wovon zwei sogar die höchsten Stimmenanteile erhielten.
Der bisherige Vorsitzende Adolf Kessel hatte den Weg für Lohr freigemacht und nicht mehr für den Vorsitz kandidiert. Nach der gewonnenen Oberbürgermeister-Wahl im November tritt Kessel nun im Juli sein neues Amt an. Zwei Argumente nannte Adolf Kessel als ausschlaggebend dafür, nun nicht mehr für den CDU-Kreisvorsitz zur Verfügung stehen zu können: „Erstens möchte ich meine ganze Kraft für das Amt des Oberbürgermeisters und die damit einhergehende Herausforderung einsetzen“ erklärte er und schob nach: „Zweitens möchte ich durch meinen Verzicht auf alle Parteiämter deutlich machen, dass ich ein Oberbürgermeister für alle Wormserinnen und Wormser unabhängig von ihrer Zugehörigkeit oder Nähe zu einer politischen Partei sein werde.“
Stephanie Lohr hatte in ihrer Bewerbungsrede deutlich gemacht, dass sie den Mitgliedern in der Union zu tiefem Dank verpflichtet sei für die Chance, den Vorsitz  übernehmen und für Adolf Kessel in den Landtag nachrücken zu dürfen. Sie wolle der Partei und den Mitgliedern von diesem Dank durch ihr Engagement etwas zurückgeben, sagte sie. Nachdem Lohr zur neuen Vorsitzenden gekürt worden war, erhielt sie langen Stehbeifall.
Laut Kessel haben im OB-Wahlkampf der Slogan „Unser Worms kann mehr“ und die Schwerpunkte Sicherheit und Ordnung, Familie und Bildung, wirtschaftliche Perspektiven sowie Transparenz und Struktur den Nerv der Wormserinnen und Wormser getroffen. „Es ist uns gelungen, eine Wechselstimmung zu erzeugen“. Diese positive Stimmung gelte es zu erhalten für die Kommunal- und Europawahl im Mai, sagte Kessel. Ein OB könne seine Ideen nur dann erfolgreich umsetzen, wenn er auch die erforderliche Mehrheit im Stadtrat hinter sich habe. „Wir werden einen noch engagierteren Wahlkampf führen, wie er bei Kommunalwahlen sowieso üblich ist“, war sich Kessel sicher. Die Junge Union präsentierte bereits ihre Wahlkampfkleidung: eine Jacke – natürlich in schwarz – mit der Aufschrift Junge Union Worms.
Kassenwart Oliver Eberhard stellte der Wormser CDU ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis aus. „Wir sind finanziell eine kerngesunde Partei“, die „stets kampagnenfähig aufgestellt“ sei. Dazu beigetragen habe, dass man bei Wahlkämpfen auf Materialschlachten verzichte und  das Machbare im Blick behalte. Hans-Peter Weiler, der stellvertretende Fraktionssprecher der CDU im Stadtrat, lobte, die Union habe mit Adolf Kessel als OB genau den richtigen Mann aufgestellt – „einer der die Verwaltung führt, aber nicht dominiert." Gleich zu Beginn war auch der Toten gedacht worden – 23 Mitglieder waren in den letzten vier Jahren verstorben.
Kessel ließ die letzten vier Jahre seiner Amtszeit Revue passieren. Einen kurzen Blick warf er auch auf die Zeit zurück in die 90er Jahre, in denen er im CDU Kreisvorstand begonnen hatte, Verantwortung zu übernehmen. In dieser Zeit habe es Perioden gegeben, in denen die Union in Worms weder einen Bundestagsabgeordneten, noch einen Landtagsabgeordneten, geschweige denn einen Bürgermeister oder Oberbürgermeister stellen konnte, sagte Kessel und verdeutlichte damit, begleitet von viel Applaus, die rasante Entwicklung in der Wormser Union. „Ich bin sehr glücklich und auch ein kleines bisschen stolz, dass ich heute mein Amt zu einer Zeit übergeben darf, in der wir sowohl auf der Ebene von Europa, des Bundes, des Landes und auch kommunal alle diese Positionen besetzen können.“ Kessel zählte viele Beteiligte namentlich auf, die zu diesem Erfolg beigetragen haben und dankte ihnen. Letztlich gebühre jedoch jedem einzelnen Mitglied und Unterstützer des CDU-Kreisverbands Dank, sagte Kessel und verabschiedete sich aus seinem Amt mit einem Zitat der ehemaligen CDU Bundesvorsitzenden Angela Merkel: „Es war mit eine große Freude, es war mir eine Ehre“.
Lohr sagte über Kessels Ausscheiden: „Es gibt keinen schöneren Anlass als diesen, das Amt des Oberbürgermeisters anzutreten, um aus dem Amt des CDU-Vorsitzenden zu scheiden“, wofür sie ebenfalls viel Beifall erhielt.


Der neue Vorstand:
Vorsitzende: Stephanie Lohr
Zwei gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende: Joachim Graen und Marion Hartmann
Schatzmeister: Oliver Eberhard
Schriftführerin: Iris Muth
Mitgliederbeauftragter: Norbert Bach
Beisitzer: Elisabeth Borlinghaus, Annelie Büssow, Sascha Dupuis, Martin Gerkhardt, Martina Hauzeneder, Björn Krämer,  Hildegard Küper, Matthias Matheis, Johann Nock, Marco Schreiber, Jakob Weiler und Dr. Klaus Werth